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Ziele erreichen: Was Du von einem Musiker lernen kannst

05.10.2009

Heute habe ich einem Typen zugeschaut, der auf seinem Synthesizer einen Song gemacht hat. Das war ziemlich faszinierend. Erstens KLANG es nicht nach einem Synthesizer, sondern nach (echten) Instrumenten.

Und zweitens sah es ziemlich einfach aus.

Als erstes stellte er sein Metronom ein, dann fing er an eine einfache Melodie einzuspielen. So einfach, ich hätte das auch einspielen können.

Nachdem er das kurz gemacht hatte, drückte er auf ein paar Knöpfe und die Melodie wurde abgespielt. Noch ein paar Knopfdrücke, Percussions eingestellt, und er legte einen einfachen Beat auf die Melodie.

Wieder die Knopfdrückmagie… und die Melodie mit dem einfachen Beat wurde abgespielt.

Er spielte zusätzlich eine einfache Melodie die er auf die erste Melodie mit drauflegte ein, das ganze zusammen klang nun schon sehr schön.

Knopfdruckmagie.

Wieder abgespielt, und noch ein paar Extra-Bässe hier und da eingestreut, auf einer neuen Spur. Wieder: ganz easy, keine virtuosen Fingerverwicklungen, nur mit ein paar Fingern ein bisschen auf den Tasten rumtippen.

Knopfdruckmagie.

Wieder abgespielt, wieder eine neue Spur draufgelegt, die den Sound noch satter gemacht hat.

Das ganze dauerte kaum fünf Minuten, und er hatte so auf die schnelle einen Soundtrack zusammengeschustert, der Kinofilm-reif gewesen wäre. (Zumindest für meine banausigen Ohren).

Nichts daran war wirklich kompliziert. Sicher, er hat wohl lange genug an seinem Synthesizer rumprobiert bis er genau wusste, welche Sounds er einstellen muss, um den Effekt zu haben den er will, aber ganz ehrlich: mit ein bisschen Hilfe, Geduld und Spucke hätte ich das auch gekonnt.

Wenn man mir vorher aber den Song vorgespielt hätte, und mich gefragt hätte: “Glaubst Du, Du kannst sowas machen?”, dann wäre meine Antwort ein klares “Nein” gewesen.

Aber manchmal ist es wirklich so einfach. Manchmal sehen wir das, was jemand anderes geschafft hat mit großen Augen an und sagen: “Oh mein Gott – sowas würd ich nie zuwege bringen!”.

Aber wir sehen meist nicht, wieviele kleine Schritte, wieviel harte Arbeit darein investiert wurde. Denn auch die größten Projekte bestehen aus kleinen Schritten. So wie der Song: keine einzelne dieser Spuren, die er da übereinandergelegt hat, war schwierig oder komplex, oder besonders schön oder melodisch für sich allein genommen. Aber zusammen übereinandergelegt klang das ganze sehr imposant und eindrucksvoll. Und es war fast schon unglaublich, dass so etwas “so einfach” sein sollte.

(Ich erinnere mich noch an meinen Jahre zurückliegenden Versuch, Gitarre zu lernen… es ist bei einem Versuch geblieben).

Aber wenn wir ein großes Ziel in viele kleine Schritte unterteilen – so wie Dshay seinen Song in mehreren Durchgängen aufgenommen hat – dann wird es plötzlich machbar. Und dann müssen wir nur noch die kleinen Schritte tun, um unserem großen Ziel näher zu kommen.

Keep rocking,
Ramin

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Foto: Johanna Ljungblom

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