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Überfressen

September 28, 2009

Manche Menschen überfressen sich ständig. Ich selbst habe mich früher auch ständig so vollgestopft, dass es mich schon wundert, dass mir keine Naht geplatzt ist :-) Und früher konnte mein Körper das auch noch sehr gut ab – oder es fehlte mir einfach am Feingefühl um zu spüren, wie ungesund es eigentlich ist, sich zu überfressen.

Es gibt freilich verschiedene zwei Arten des Überfressens: Freuden-Fressen und Frust-Fressen.

Mit Freuden-Fressen meine ich das Überfressen, das zum Beispiel auftaucht wenn man mit Freunden essen geht, und es schmeckt so gut, dass man nicht mehr aufhören möchte. So einer war ich.

Mir hat eine alternative Genussstrategie geholfen. Begreife, dass Du nicht mehr essen musst, um mehr zu genießen. Du musst das Essen nur noch viel bewusster genießen, Dir mehr Zeit geben, und Dir darüber klar werden, dass es immer wieder die Möglichkeit geben wird, so zu speisen, und dass dieses Essen keine “einmalige Gelegenheit ist”, die auf keinen Fall ungenutzt verstreichen sollte.

Die andere Art des Überfressens ist das Frust-Fressen, und es ist wohl noch schwerer sich das abzugewöhnen.

Manche Leute überfressen sich, weil sie gelangweilt sind, manche, weil sie gestresst, gereizt, oder glücklich sind. Manche überfressen sich weil ihre Willenskraft zu schwach ist, und andere einfach aus Gewohnheit. Und oft spielen bestimmte Gewohnheiten eine Rolle (zum Beispiel jeden Abend vor der Glotze verbringen, und da – schwupps – ist ein Tütchen Chips, oder eine Fertigpizza, manchmal ganz von alleine verputzt, ohne das man selbst was dazu getan hätte…).

Und dann hat es noch die “Was auf den Tisch kommt muss auch gegessen werden”-Konditionierung, die uns glauben macht, dass es falsch und schlecht sei Essen wegzuwerfen.

Natürlich ist es schlecht, Essen wegzuwerfen. Aber die Lösung ist nicht, deshalb mehr zu essen, sondern stattdessen weniger einzukaufen.

Essen dient nicht dazu, aufgegessen zu werden. Essen dient dazu, Dich mit Nährstoffen zu versorgen, Dich zu stärken und kräftigen, und Dir Genuss zu bereiten. Aber wenn Du schon satt bist – dann schadet es Dir mehr als es Dir nutzt, noch weiterzuessen.

Das Gute ist: wenn Du bereits erkannt hast, dass Überfressen ein Problem von Dir ist, dann ist der erste Schritt schon getan. Und Du kannst Dir Bissen für Bissen angewöhnen, schon früher mit Deinem Essen zufrieden zu sein.

Und wer dazu neigt, sich quasi “heimlich” und unbewusst zu überfressen, dem hilft: Weniger Essen mit einer Kamera (denn Dein Gehirn ist ein Lügner).

Foto: Rob Owen-Wahl

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