Lesen & erinnern

Lesen & Informationen besser behalten

22.09.2009

Ein Buch lesen und die wichtigen Informationen, die darin enthalten waren im Kopf zu behalten – das ist eine Kunst für sich. Wer ein Buch tatsächlich einfach nur ganz normal liest, der macht es sich selbst unnötig schwer.

Und vielleicht ist Dir das auch schonmal passiert: Du hast eine komplette Seite (oder gar ein komplettes Kapitel) gelesen, und weißt anschließend nicht mehr, was Du eigentlich gerade gelesen hast.

Heute findest Du hier ein paar einfache Tipps, die Dir helfen, Gelesenes besser zu erinnern.

Gedächtnis-freundlich lesen dank Überblick

Verschaff Dir erstmal einen Überblick über das Buch das Du lesen willst. Titel, Rückumschlag, Inhaltsverzeichnis, Index, Glossar – all das sind Dinge, die Du erstmal lesen solltest, bevor Du anfängst das Buch selbst zu lesen. Blättere das Buch auch einmal durch, damit Du “ein Gefühl dafür entwickelst”. Wieviel Text, wieviel Grafiken, etc.

All das hilft Deinem Gehirn dabei, das Gelesene später besser im Gedächtnis einzusortieren.

Lesen und Behalten durch Zielsetzung & Fragen

Bevor Du einen Text liest – definiere ganz klar, welche Informationen Du daraus gewinnen willst. Zum Beispiel, indem Du Fragen formulierst, auf die Du Antworten zu finden hoffst.

Wenn Du also ein Buch über’s Rosenzüchten ließt, dann schau Dir Deinen Rosengarten an und finde eine Frage, die für Dich relevant ist. Zum Beispiel: “Was kann ich tun, damit meine Rosen noch besser duften?”

Am besten funktioniert diese Technik, nachdem Du Dir einen Überblick über das Buch verschafft hast. Schau Dir die verschiedenen Kapitelüberschriften an und stelle Dir Fragen dazu. Nehmen wir an ein Kapitel behandelt, wie Du Deinen Rosengarten zum Beispiel durch die verschiedenen Jahreszeiten hindurch pflegst. Dann frage Dich: “Was kann ich im Herbst und Winter tun, damit es im Frühling schön blüht?” oder: “Wann ist ein guter Zeitpunkt mit dem Düngen anzufangen”, etc.

Allein dadurch, dass Du diese Fragen formulierst, hilfst Du Deinem Gehirn die relevanten Informationen besser zu orten, und zu speichern – und irrelevantes zu überspringen (was Dir Zeit sparen wird).

Lesen & Behalten mit Stichworten

Nachdem Du etwas gelesen hast – rekapituliere die neuen Informationen nochmal für Dich im Kopf und mach Dir Notizen. Nicht ganze Sätze aufschreiben, sondern nur Stichworte. Ganze Sätze aufzuschreiben würde zu lange dauern, und zu viel von Deiner Aufmerksamkeit wegnehmen von den eben aufgenommenen frischen Infos – kurze, knappe Stichworte dagegen helfen, sie sind quasi der “Schlüssel”, der den Gedächtnisschrank aufsperrt, in dem die zugehörigen Details gespeichert sind.

Es gibt noch eine ganze Reihe von anderen Möglichkeiten wie Du Dein Erinnerungsvermögen stärken kannst – Gedächtnistraining wird Dir auch helfen, Gelesenes besser zu behalten, aber auch in anderen Lebensbereichen zugute kommen. Doch auch wenn Du diese einfachen Tipps hier in diesem Beitrag beherzigst, wirst Du feststellen, dass Du Gelesenes um ein Vielfaches besser erinnern kannst, als wenn Du “normal” liest.

Carpe diem,
Ramin

PS: Natürlich gibt es auch noch reines “Genusslesen” – und dazu braucht es keine “Methode”, sondern nur das ganz normale Kopfkino. Die hier dargelegten Tipps sind für die “Zwecklektüre” gedacht.

Foto: Marc Garrido i Puig

{ 2 comments… read them below or add one }

Uta October 16, 2009 at 12:28

Hallo, ich habe ganz oft diese” Aussetzter” wie ich sie immer nenne. Das schlimme sind wirklich Artikel oder Bücher die einen gar nicht interessieren und gerade die muß man dann lesen und auch noch kurz und knapp wiedergeben! Das mit den Stichwörtern war mir auch schon bekannt, das hilft auch wirklich gut, aber das mit dem Buch vertraut machen habe ich so noch nie gemacht. Ist ein ziermlich guter Tip, ich habe immer schnell gelesen am besten gar nicht damit beschäftigen. Man sollte sich wirklich mal angucken was man da überhaupt liest!!
Danke und grüsse von Uta

Reply

Ramin October 26, 2009 at 16:59

Hi Uta,

ja, für mich ist es fast unmöglich mir Dinge zu merken wenn sie mich überhaupt nicht interessieren.
Deshalb versuche ich, wenn es sich garnicht vermeiden lässt, Langweiliges irgendwie interessant zu machen. Das funktioniert dann meistens besser.

Danke für Deinen Kommentar, und viele Grüße,
Ramin

Reply

Leave a Comment

Previous post:

Next post: