in Zukunft

Es fällt immer leichter schwere Arbeit in der Zukunft zu leisten

07.09.2009

Ein kleiner Hinweis vorab… ich schreibe hier anfangs über meine Nichte – aber es geht nicht um meine Nichte. Es geht um einen kleinen psychologischen Mechanismus der uns allein eingebaut ist, und der uns davon abhält unsere Träume zu erreichen. Meine Nichte ist hier nur – unwissentlich – das Demonstrationsobjekt.

Gestern habe ich mit meiner Niche gesprochen. Sie ist jetzt in ihrem letzten Schuljahr und danach geht’s an die Uni. Sie möchte Innenarchitektur studieren. Das wollte sie schon seit sie ein kleines Mädchen war. Sie richtet gerne Zimmer ein.

Nur einen Haken gibt es… ihr Englisch. In Thailand stehen die Chancen an einer guten Universität für das Fach Innenarchitektur aufgenommen zu werden viel besser wenn man Englisch spricht.

Sie spricht auch nicht gerne Englisch, und ist auch nicht motiviert zu lernen. Ich bin weiß Gott niemand, der Kindern eintrichtert, dass sie gute Noten haben sollen. Es sei denn, ihr Traum ist es zu studieren. Und das ist bei Dear der Fall.

Auf die Frage, was sie macht, wenn sie aufgrund ihrer Englischnoten nicht zugelassen wird sagt sie: “Dann lerne ich ein Jahr lang wirklich hart und werde das nächste Jahr aufgenommen.”

In Zukunft wirklich hart lernen fällt leichter, als heute wirklich hart lernen. Weil wir immer diese Vorstellung haben, dass aus irgendeinem Grund in Zukunft bestimmte Dinge einfacher sind. Deshalb schieben wir es vor uns her, statt heute schon anzufangen.

Das ist auch eine Form von Aufschieberitis, aber freilich eine ganz spezielle.

Frage Dich einfach mal: gibt es so etwas in Deinem Leben auch? Etwas, das Du später mal tun wirst, um ein Ziel zu erreichen oder einen Traum zu verwirklichen? Nur jetzt gerade noch nicht, weil… Du hast ja noch soviel Zeit… jetzt gerade passt es nicht… Du hast zur Zeit einfach zuviel zu tun… oder _____________ (bitte x-beliebigen Grund vorschieben).

Denn wenn wir es nur weit genug in die Zukunft verschieben, scheint jedes noch so große Unterfangen “klein” und “machbar”. Wenn wir jedoch im Hier und Jetzt unmittelbar davorstehen… dann wirkt es oft so groß, imposant und überwältigend, dass wir es doch ganz schnell lieber wieder in die ferne Zukunft schicken, wo es klein und winzig aussieht.

Jeder der sich ein bisschen mit Persönlichkeitsentwicklung und Zielsetzung befasst hat weiß, dass die Chancen einen Traum zu verwirklichen um so höher sind, je früher Du damit anfängst. Denn wenn Du nicht heute gleich damit anfängst… wirst Du es vermutlich nie tun. Weil Du schon von Anfang an eine Einstellung des Vor-Dich-Herschiebens kultiviert, die in den meisten Fällen für immer an dem Traum kleben bleibt.

(Die meisten Leute realisieren das erst, wenn irgendeine Krise sie dazu führt, plötzlich all die Dinge mit schmerzhafter Klarheit vor Augen zu haben, mit denen sie in ihrem Leben unzufrieden sind. Wenn Du schon heute anfängst an Deinem Traum zu arbeiten, kannst Du Dir eine ganze Menge an schlechten Gefühlen sparen und die Zeit stattdessen genießen).

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