Baby im Karton

Mit dem Beschweren aufhören – durch Dankbarkeit

23.08.2009

Manchmal wundere ich mich: Wie kommt es eigentlich, dass manche Leute sich ständig über dieses und jenes beklagen? Merken die denn garnicht, was sie mit sich selbst tun, wenn sie so rumnörgeln?

In der Tat ist es doch seltsam, dass wir uns so selten darüber bewusst sind, wie sich unsere Handlungen und Gedanken auf uns auswirken.

Natürlich – manchmal kann es eine befreiende Wirkung haben, wenn man seiner Frustration und seinem Ärger ein bisschen Luft machen kann.

Aber wie fühlt sich das bisschen Dampf ablassen an, im Vergleich zu dem Gefühl das Du hast, wenn Du das Problem gelöst hast?

Wenn Du Dampf ablässt, dann fällt es Dir kurzfristig leichter das Problem zu ertragen.

Aber wenn Du das Problem gelöst hast, dann musst Du es überhaupt nicht mehr ertragen.

Hast Du schonmal ein Problem durch nörgeln, jammern und beschweren gelöst?

Ich auch nicht.

Um ein Problem zu lösen braucht es eine ganz andere Einstellung als den “Beschwerden-Modus”.

Wie kommst Du aus dem Beschwerden-Modus raus?

Den Beschwerden-Motor mal abzustellen ist nicht immer ganz so leicht. Deshalb hier ein kleiner Trick: Dankbarkeit.

Vielleicht beschwerst Du Dich über einen tropfenden Wasserhahn. Oder dass Dein Mitbewohner/Lebenspartner den Wasserhahn immer zu fest zudreht. Oder dass die Dusche entweder zu heiß oder zu kalt ist.

Stell Dir einfach mal vor ein Kind, das sonst nur Zugang zu Wasser aus verschlackten Flüssen hat würde in Deine Wohnung kommen, den Wasserhahn aufdrehen und da wäre ein quasi unerschöpflicher Fluss an sauberem Wasser!

Kannst Du Dir vorstellen wie glücklich dieses Kind wäre?

Stell Dir mal vor einer von den vielen Obdachlosen, die sich jede Nacht in ein Bett aus Zeitungspapier legen, würde bei Dir zuhause im Bett schlafen. Das wäre für Dich sicherlich nicht die freudigste Überraschung – aber kannst Du Dir vorstellen, wie sehr der Typ die Nacht in einem sauberen, warmen, weichen Bett genießen würde? Wie gut er diese eine Nacht schlafen würde?

Vielleicht beschwerst Du Dich über einen Lehrer, der Dich unfair behandelt, oder den Unterrichtsstoff total langweilig rüberbringt… aber denk mal an ein Kind, dass in der zweiten Klasse die Schule verlassen muss, damit es den Eltern bei der Arbeit helfen kann um die Familie durchzubringen. (Und weiß, dass es niemals lesen und schreiben lernen wird, und niemals Aussichten auf eine bessere Zukunft haben wird).

Kannst Du Dir vorstellen, wie begeistert dieses Kind wäre, bei Deinem langweiligen, unfairen Lehrer im Unterricht sitzen zu können?

Die Welt ist ein großer Ort mit vielen Menschen. Wir sind uns oft garnicht bewusst, wie gut wir es haben. Natürlich heißt das nicht, dass wir nicht nach mehr streben sollten, oder unsere Umstände verbessern sollten.

Aber zum Rummotzen und Beklagen haben die wenigsten von uns wirklich einen Grund. Stattdessen sollten wir dankbar sein für das außergewöhnliche Glück, das wir im Leben haben, und das beste daraus machen.

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