Do you feel the beat, bird? (oder: ich will auch Biologie studieren!)

17.08.2009

Okay, Wissenschaftler nennen das “Experimental evidence for synchronization to a musical beat in a nonhuman animal”, aber ich nenne das: ein Kakadu macht richtig Party!

Scheinbar ist es ein Teenie-Kakadu, denn sie steht auf Backstreet Boys.

Übrigens:

  • wusstest Du, dass 2005 in den USA mindestens 15 Millionen Dollar für “verhaltensverändernde Medikamente” für Haustiere ausgegeben wurden? Pillchen gegen Depression, zur Verbesserung des Gedächtnisses und kognitiver Fähigkeiten und zur verbesserung der Konzentration.
  • wusstest Du, dass allein die Tierabteilung des Pharmakonzerns Pfizer 2007 etwa 2,6 Milliarden (!) Dollar Umsatz gemacht hat, davon etwa 1,6 Milliarden für Farmvieh (also Rinder, Hühner, etc.), und 1 Milliarde für Haustiere? (Wenn man bedenkt, dass Pfizer nur einer von vielen Konzernen ist, die Medikamente für Haustiere herstellen, dann ist das ein ganz schöner Pappen Geld).

Größtenteils werden die verhaltensverändernden Medikamente genutzt, um ein “besseres” Haustier zu haben – besser gehorchend, weniger aufsässig, fröhlicher, schlauer… ich haben ja letztends schonmal über den Ritalin-Wahn gesprochen (Ritalin ist ein Medikament, das vor allem genutzt wird um hyperaktive Kinder “ruhigzustellen”, aber nun auch Anklang bei Studenten findet, die sich Ritalin auf dem Schwarzmarkt besorgen, um bessere Leistungen zu bringen… “Gedanken-Doping”), und eigentlich ist es nicht verwunderlich, dass Leute, die Ihre Kinder mit Medikamenten ruhigstellen und brav machen das auch mit ihren Haustieren machen. Aber wundern tut’s mich eben doch.

Quelle: New York Times, Pill-Popping Pets

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Biologie-Wissen.info September 1, 2009 at 02:09

Die Pharmaindustrie ist halt ein Megageschäft und mal ehrlich, wer kann es tragen, wenn es dem kleinen Liebling schlecht geht? Also ab zum Tierarzt und die verschriebenen Medikamente gekauft.

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