Die Bank der Glücklichkeit

21.06.2009

Oder eben die Glücklichkeits-Bank. Im Englisch “Bank of Happiness” – es gibt sie wirklich. In Estland. Das Land kann sie gebrauchen, denn Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Probleme tragen nicht gerade dazu bei, die Stimmung zu heben.

Wer ein Konto bei der Bank der Glücklichkeit aufmachen will, der kann das tun, indem er sich auf der Webseite anmeldet (leider gibt’s die nur in estnisch). Während der Anmeldung gibt man an, was man für andere tun kann. Zum Beispiel: Hund Gassi führen, Auto waschen, kochen, Webseite designen, Handynutzung erklären, Software installieren, oder, oder, oder.

Und sie geben an, was sie dafür bekommen möchten: zum Beispiel eine Hose gekürzt, beim Umzug geholfen, Foto gemacht, oder, oder, oder.

Für jede “gute Tat”, die sie dann für ein anderes Mitglied der Bank der Glücklichkeit getan haben, bekommen sie dann “Banknoten”. Die Banknoten können sie eintauschen gegen “gute Taten” von anderen Mitglieder der Bank der Glücklichkeit.

Es gibt kein “System” das bestimmt, welche Art von Tätigkeit wieviel Wert ist, sondern das Ganze funktioniert “selbstregulierend”. Ich bin gespannt, wie es sich entwickeln wird, aber die Idee selbst ist toll.

bank of happiness

Im Grunde genommen ist es ja eine Art Tauschring, in dem es statt des Geldes eine Tauschwärung gibt, und insofern nicht wirklich ganz neu – nur neu verpackt und gut auf den Nerv der Zeit abgestimmt. In Deutschland gibt es Regiogeld e.V., die wohl die größte organisierte Gruppe ist, die Komplementärwährung fördert, allerdings scheint es denen an “Klarheit” zu fehlen, die Seiten machen auch nicht wirklich Lust darauf mitzumachen. In der Schweiz gibt es die alternative Tauschwährung Talent, mit der teilweise auch richtig dicke Deals abgewickelt werden.

Auf der englischsprachigen Seite der Bank der Glücklichkeit gibt es bisher nur ein paar Texte.

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