Deine Persönlichkeit beeinflusst Deine Gesundheit

19.06.2009

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Besonders introvertierte Frauen im höheren Alter scheinen anfälliger zu sein für stressbedingte Erkrankungen, und sogar frühzeitigen Tod.

Wissenschaftler beschäftigen sich seit einigen Jahren intensiver mit den Zusammenhängen zwischen Geist und Körper. So ist beispielsweise schon bekannt, dass Stress bestimmte Hormone freisetzt. Wer häufig unter Stress steht, der “verletzt” durch diese Stresshormone sogar seine Organe. Diese winzigen Verletzungen wiederum führen dazu, dass immun-Chemikalien im Körper freigesetzt werden, welche wiederum eine Entzündungsreaktion hervorrufen. (Denn eine Entzündung ist ja ein Heilungsprozess).

CharakterGesundheit

Zu viele und zu häufige Entzündungen jedoch gehen oft mit gesundheitlichen Problemen einher (z.B. Arthritis, Alzheimer, Arterienverkalkung…).

Besonders bei introvertierten Frauen im hohen Alter wurden gefährlich große Mengen eines bestimmten Moleküls im Blut gefunden. Sobald dieses Molekül einen gewissen Schwellenwert im Blut überschreitet, ist es ein Hinweis darauf, dass das Risiko binnen fünf Jahren zu sterben verdoppelt ist. Das Molekül heißt interleukin 6 (IL-6).

Was ich besonders ermutigend finde, ist der Ansatz der Wissenschaftler. Denn sie hoffen nicht, ein Medikament zu entwickeln, dass IL-6 unterdrückt, oder die Persönlichkeit der Menschen verändert. Stattdessen sind sie daran interessiert, wie mit bestimmten Techniken

Benjamin Chapman, einer der Wissenschaftler, sagt:

“Abgesehen von der körperlichen Aktivität [die bei Extrovertierten zu beobachten ist, und vermutlich auch zur stärkeren Gesundheit beiträgt], scheinen manche Menschen über diese eigene Art von Energie zu verfügen, durch die sie sich intensiver in das Leben involvieren. Es wird faszinierend sein zu untersuchen, wie wir diese Einstellung zum Leben fördern können. Möglicherweise können Techniken entwickelt werden um Depressionen zu behandeln, bei denen vergnügliche Ereignisse in den Tagesablauf eingeplant werden können. Und so könnte diese Art von Engagement im Leben hervorgerufen werden, die der Gesundheit zuträglich zu sein scheint. Die Zeit der Leute mit Dingen zu füllen die Ihnen Spaß machen könnte eine Therapie sein.”

Quelle: Brain, Behavior and Immunity, Juli 2009

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