Hirnforschund und Willensfreiheit

Hirnforschung und Willensfreiheit – Wer nicht dran glaubt hat weniger

30.05.2011

Passend zum gestrigen Blogbeitrag über Erwartungshaltungen: Wenn Du nicht glaubst, dass Du einen freien Willen hast, verhält sich Dein Gehirn auch so.

Seit dem Buch “Hirnforschung und Willensfreiheit” gehen viele Menschen davon aus, dass freier Wille eine Illusion ist. In einer Studie konnten Neurowissenschaftler jetzt nachweisen, dass es tatsächlich so ist. Zumindest ein bisschen. Wenn man dran glaubt.

Die Forscher ließen Versuchsteilnehmer einen Text lesen. Der Bedeutung des Textes lässt sich so zusammenfassen: Menschen haben keinen freien Willen, sondern ihr Denken und Handeln wird durch ihre Gehirnchemie bestimmt.

Die Forscher schauten den Versuchspersonen ins Gehirn (mit EEGs) und stellten fest: weniger Aktivität in Bereichen des Gehirns, die in willentliches Handeln involviert sind.

Quelle: Inducing disbelief in free will alters brain correlates of preconscious motor preparation: the brain minds whether we believe in free will or not.

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Franz Josef Neffe August 25, 2011 at 22:39

WOLLEN, das klärt ein einfacher Blick ins Herkunftswörterbuch, kommt von WÄHLEN.
“Ich WILL trinken.” heißt sinnvollerweise: “Ich wähle Trinken.” Von einmal wählen = wollen + einmal trinken geht der Durst weg. Wenn “mehr trinken wollen” oder “stärker strinken wollen” oder “fleißiger trinken wollen” oder “besser trinken wollen” und dem üblichen pädagogischen Gewolle geht der Durst nicht nur nicht weg sondern er wird immer größer.
E.COUÉ hat vor hundert Jahren schon täglich demonstriert, dass der Mensch ununterbrochen “glaubt” und das ununterbrochen Auswirkungen für ihn hat: sehr gute oder auch sehr schlechte. SEHR GUTE WIRKUNG lässt sich leicht, schnell und anhaltend von jedem erreichen durch bewusste Autosuggestion. Und die beginnt damit, dass man sie in seinem Leben erkennt, denn bereits diesen alles entscheidenden, einfachen Sachverhalt kennen, wie Coué sagt, die wenigsten.
Die Qualität des Glaubens = die Qualität des Denkens = die Qualität der Auswirkungen davon auf das Leben. Wir sollten nicht alles immer in wissenschaftliche Experimente entrücken, die fern von unserem Alltag sind. Jeder von uns ist jeden Tag hunderte Male direkt betroffen und wir alle wären gut beraten, besser Acht zu geben und unsere Chancen zu entdecken und nutzen zu lernen – wie das z.B. E.Coué mit weltweitem Erfolg vorgemacht hat. Guten Erfolg!
Franz Josef Neffe

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