Lösungen finden

Lösungen finden

04.04.2011

Das Leben beschenkt uns mit einem nie endenden Zufluss an Problemen. Und egal ob wir ein Problem nun Problem nennen, oder Herausforderung – am Ende geht es darum, dass wir gute Lösungen finden.

Aber was sind Lösungen eigentlich?

In der Chemie sind Lösungen das Gegenteil von festen, harten Stoffen. Lösungen verändern ihre Form leicht – sie sind flexibel. Während feste, harte Stoffe – das Gegenteil von Lösungen – unnachgiebig und rigide sind.

Was also ist das Gegenteil von einer Lösung in unserem Leben? Ein Problem.

Lösungen finden ist ein Prozess der sich in vier Schritte unterteilen lässt:

  1. Das Problem klar erkennen
    (Wo genau liegt das Problem? Was sind die Symptome? Was sind die Ursachen? Was würde passieren, wenn Du nach gar keiner Lösung suchst, sondern das Problem einfach in Ruhe lässt? Warum ist es überhaupt zu diesem Problem gekommen? Ziel hier ist nicht Schuldige zu finden, sondern das Problem besser zu begreifen).
  2. Viele verschiedene Lösungsansätze finden
    (Was müsste geschehen damit das Problem gelöst wird? Wenn ich unendlich viel Zeit/Geld/Experten zur Verfügung hätte, wie würde ich es einsetzen um das Problem zu lösen? Welche Ressource fehlt mir um das Problem zu lösen, und welche Alternativen gibt es, um diese Ressource durch etwas anderes zu ersetzen? Wie kann ich eine unpraktikable Lösung so verändern, dass ich sie tatsächlich einsetzen kann? Brainstorming kann eine sehr hilfreiche Technik in dieser Phase der Lösungsfindung sein).
  3. Herausfinden welches die beste Lösung ist
    (Alternativen miteinander vergleichen. Simulationen im Kopf durchspielen. Herausfinden: wie werte ich ungewisse Faktoren? Wie groß schätze ich die Wahrscheinlichkeit ein, dass eine Lösung zum Erfolg führt? Welches Risiko birgt dieser Lösungsansatz im vergleich zu anderen?).
  4. Lösung umsetzen
    Wer ist dafür verantwortlich was genau zu machen? In welchem Zeitrahmen? Wie müssen Ressourcen aufgeteilt werden? Woran erkenne ich, dass eine Lösung vollständig umgesetzt wurde und das Problem aus der Welt geschafft ist?

Das Problem kann einfach sein, dass wir zu rigide an einer bestimmten Idee, einem Wunsch, oder einer Art und Weise wie etwas getan werden soll festhalten.

Lösungsansätze sind deshalb so etwas wie „Weichmacher“.

Hast Du Probleme?

Ich hoffe Du hast Probleme. Probleme sind an und für sich nichts Schlechtes. Im Gegenteil – ein Problem weist Dich darauf hin, dass die Art und Weise wie Du etwas tun willst nicht nicht mit der Art und Weise wie die Welt funktioniert in Einklang steht.

Ein Problem fühlt sich erst dann schlecht an, wenn Du zu sehr auf Deiner alten Sichtweise, auf Deinen alten Denk- und Handlungsmustern beharrst, und keine Alternativen zulässt.

Ein Problem ist eine Einladung für eine Lösung. Ein Problem ist ein Hinweis darauf, dass es einen besseren Weg gibt. Und das ist eine gute Nachricht.

Öffne Deine Augen, öffnen Deinen Kopf und öffne Dein Herz – und Du wirst einen besseren Weg finden.

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