Ausverstehen 1 Million Dollar auf den Müll geworfen

10.06.2009

In Israel hat eine Frau ausversehen 1 Million Dollar weggeworfen.

Sie wollte ihrer Mutter eine Freude machen und hat ihr eine neue Matratze gekauft – und die alte weggeschmissen. Was sie nicht wusste, war, dass ihre Mutter in der Matratze 1 Million Dollar versteckt hatte.

Mittlerweile wird auf der Müllhalde fieberhaft nach der Million-Dollar-Mattress gesucht – doch ob sie wiedergefunden wird, das ist fraglich; denn täglich landen dort 2500 Tonnen Müll.

muell

Die alte Dame hat ihr Geld in der Matratze versteckt, weil sie den Banken nicht vertraut.

(Und vermutlich auch sonst unter einem Mangel an Vertrauen leidet – denn sonst hätte sie ihrer Tochter dieses kleine Geheimnis wohl kaum verschwiegen).

Wieviel Angst muss jemand haben, um soviel Geld zu bunkern?

Ist es nicht seltsam, das genau das, wovor sie soviel Angst hatte, eingetreten ist?

Natürlich kann man das leicht als einen dieser verrückten Zufälle abtun. Doch wenn Du Dich einmal mit offnene Augen in Deinem Bekannten- und Freundeskreis umschaust (und vielleicht auch in den Spiegel blickst): fällt Dir auf, dass Leuten oftmals genau das geschieht, wovor sie sich “fürchten”? Das genau das eintritt, worum sie sich lange Sorgen gemacht haben?

Das anschaulichste Beispiel ist die Ex-Freundin eines guten Freundes von mir. Sie war unglaublich eifersüchtig, weil sie beständig davor Angst hatte, dass er etwas mit einer anderen anfangen würde. Und dementsprechend hat sie sich auch verhalten: misstrauisch, vorwurfsvoll, zornig und verletzt. Dabei war er ihr immer treu.

Doch im Laufe der Zeit fing die Beziehung an unter den täglichen falschen Anschuldigungen und Streitereien zu leiden. Und schließlich, nach rund zwei oder drei Jahren, da geschah es dann tatsächlich: eine andere war da, und mein Freund beendete die Beziehung mit ihr.

Hat sie daraus gelernt? Ich wünsch es ihr, aber ich glaub es nicht. Vermutlich wird sie in die nächste Beziehung noch eifersüchtiger gehen, denn jetzt kann sie ja sagen: “Ich hab’s doch von Anfang an gewusst – er hat mich wirklich betrogen!”.

In Beziehungen ist das anschaulicher als im Leben, in dem sich das Schicksal oft auf subtilste Weise seine Wege bahnt.

Deshalb eine kleine Übung für Dich:

Nimm Dir mal 20 Minuten Zeit und frage Dich: Wo im Leben fehlt es mir gerade an Vertrauen? Und wie wirkt sich mein Misstrauen auf mein Leben aus? Wie würde mein Leben aussehen, wenn ich (zurecht) vertrauen würde? Selbst wenn ich eigentlich nicht vertraue – kann ich zumindest für ein paar Wochen “so tun als ob” ich vertrauen würde? So handeln, so denken, so fühlen als ob ich vertrauen würde?

Und zwar ganz besonders: Vertrauen auf das Leben. Vertrauen auf Gott oder das Universum (oder woran auch immer Du glaubst). Vertrauen darauf, dass alles, was Du erlebst und was Dir widerfährt dazu dient Dich zu einem besseren, glücklicheren Menschen zu machen.

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Simone June 11, 2009 at 06:19

Tja so schnell kann gehen wenn man niemand Vertraut. Deshalb Vertrauen ist gut — Kontrolle ist besser

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