Denke Positiv: die Welt wird friedlicher

Denke positiv, denn die Welt wird immer friedlicher

20.03.2011

Wenn Du eine Zeitung aufschlägst, oder den Fernseher einschaltest, dann ist das wohl klar: die Welt geht den Bach runter. Immer mehr Gewalt, immer mehr Kriege, immer neue bewaffnete Konflikte, Mord und Totschlag überall. Kaum dass man sich noch auf die Straßen traut.  Positives Denken? Naiv!

Zu so einem Schluss könnte man jedenfalls kommen, wenn man nur eifrig genug die Nachrichten verfolgt.

Dabei leben wir heute in einem der historisch friedlichsten Zeitalter überhaupt.

Frag Dich mal selbst:

  • Wer glaubst Du hat ein größeres Risiko gewaltätig getötet zu werden? Ein moderner Mensch in einer Großstadt wie New York oder ein prähistorischer Stammesangehöriger aus der Frühzeit der Menschheit?
  • In welchem Jahrhundert haben Einwohner von England ein größeres Risiko getötet zu werden? Im 14. oder im 20. Jahrhundert?
  • In welchem Jahrzehnt gab es mehr Tote durch Kriege zwischen verschiedenen Ländern? In den 1950er Jahren oder im ersten Jahrzehnt des zweiten Jahrtausends?
  • In welchem Jahr haben Einwohner der USA ein größeres Risiko ermodet zu werden? 1970 oder 2000?

Bei Befragungen haben Leute oft angegeben, dass die näher an der Gegenwart liegende Zeitspanne die gewalttätigere sei. Diese Befragung hat zwar in den USA stattgefunden, doch ich glaube eine vergleichbare Umfrage würde auch beim deutschen Otto-Normal-Bürger zu ähnlichen Ergebnissen gelangen.

Im Allgemeinen sind Leser von DasDu eher positiv eingestellt als die Durchschnittsbevölkerung, deswegen kann ich mir vorstellen, dass DU diese Fragen anders beantwortet hast 🙂

Heute: Weniger Kriege als jemals zuvor

Auch wenn es nicht so aussieht: heutzutage gibt es weniger Tote durch Kriege (sowohl zwischen Nationen als auch Bürgerkriege) als in allen Jahren seit 1946. (In diesem Zeitraum haben sie Daten gesammelt und analysiert – wenn man bedenkt dass direkt davor der erste und zweite Weltkrieg stattgefunden haben, kann man wohl davon ausgehen, dass es davor nicht besser aussah).

Also, denke positiv und werde glücklich 🙂

Quelle: Rates of Death in Warfare, since 1950, Human Security Center, UBC

Steven Pinker hat einen Vortrag darüber gehalten, den Du hier ansehen kannst (in englischer Sprache). Er geht dabei noch tiefer ins Details und beleuchtet mögliche Ursachen für die Tendenz zu einer immer friedlicheren Welt.

{ 4 comments… read them below or add one }

Franz Josef Neffe March 25, 2011 at 11:14

Ich denke positiv heißt: Ich denke meine Position. Als Ich-kann-Schule-Lehrer zeige ich, dass wir mit unseren Gedanken, die wir ausstrahlen, tief in andere Menschen hineinwirken. Wenn wir resignieren, kommt bei allen unsere Reaktion an und wir bekommen die entsprechenden Reaktionen. Oft wird nur ein und dieselbe Botschaft ständig hin und her gestrahlt. Bis jemand seinen eigenen GEIST gebraucht und gezielt auswählt, was er denkt und ausstrahlt. Das ändert auch die Resonanz. Nichts hindert uns, zu unerem Vorteil unser Denken zu ändern. Guten Erfolg!
Franz Josef Neffe

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admin March 25, 2011 at 13:41

Vielen Dank – gezielt auswählen, was wir denken und ausstrahlen, das finde ich ist sehr treffend gesagt.

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Irene Adler April 13, 2011 at 15:28

Es ist sehr weit hergeholt mit Todesraten zu argumentieren. Tatsächlich ist es die die zunehmende Komplexität und die Entscheidungsvielfalt des Lebens, die die negative Sicht schürt.

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Ramin April 19, 2011 at 15:59

Hallo Irene,

danke für Deinen Kommentar. Du hast recht – für manche Leute ist es sehr weit hergeholt mit Todesraten zu argumentieren. Für andere nicht – denn tatsächlich machen sich viele Menschen Sorgen aufgrund von Schreckensmeldungen (Kriege, Naturkatastrophen, Gewalt, etc.)

Ein Grund weshalb ich Todesraten mit eingebracht habe ist, weil es etwas auf reellen Zahlen und Daten basierendes ist, in einem Bereich der oft überwiegend von diffusen Angstgefühlen bestimmt wird.

Dass Medien Befindlichkeiten und Sichtweisen beeinflussen – und oftmals zum Negativen – ist mittlerweile auch zur Genüge dokumentiert (und kann auch im Selbstversuch erfahren werden).

Wem es schwer fällt, mit Komplexität und Entscheidungsvielfalt umzugehen, der kann deswegen tatsächlich unter Gefühlen wie Unzufriedenheit leiden. Deshalb ist es wichtig zu lernen, wie man Komplexes einfach macht und effektive Entscheidungsstrategien annimmt.

Ich habe das Thema auch schon einmal angesprochen hier http://dasdu.de/830 und in einem MindMap http://www.intenseinfluence.com/materials/The%20Paradox%20of%20Choice.pdf (letztes auf Englisch als PDF). Es war Barry Schwartz, der als erstes auf weiter Basis Bewusstheit dafür geschaffen hat, wie Entscheidungsvielfalt nicht nur positive Seiten hat.

Es gibt viele Faktoren die dazu beitragen dass Menschen negative Sichtweisen annehmen – Medien und Komplexität sind zwei davon 🙂

Viele Grüße,
Ramin

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