bei der Sache bleiben

Bei der Sache bleiben

07.02.2011

Es ist heutzutage wirklich nicht mehr leicht, bei der Sache zu bleiben. Ablenkungen warten überall. Das Handy klingelt. Emails treffen im Postfach ein. Ein neuer Tweet. Der Fernseher. Und gerade weil unser Leben heute so mobil ist und weil wir immer überall erreichbar sind, haben wir nirgendwo fast nie noch ruhige Momente für uns selbst.

Es sei denn, wir schaffen sie uns, schalten einfach mal alles ab und machen uns unabrufbar.

Nur, durch all das Multitasking das wir tagein tagaus betreiben, trainieren wir unser Gehirn darauf in den “Graßhüpfer-Modus” zu gehen – von einem Ding zum nächsten zu springen, und nirgendwo lange genug zu verweilen, um es gänzlich zu erfassen.

Wir werden immer besser darin, verschiedene Aufgaben zeitgleich zu jonglieren, und immer schlechter darin, uns über einen längeren Zeitraum intensiv einer Aufgabe zu widmen.

Bei der Sache bleiben ist garnicht mehr so einfach. Den Geist zu konzentrieren ist eine Aufgabe, die geübt sein will.

Es gibt Übungen mit denen Du Deine Konzentrationsfähigkeit steigern kannst. Es ist nicht notwendig ständig hochkonzentriert zu sein. Unser Geist funktioniert dann am besten, wenn wir zwischen Phasen konzentrierter Aufmerksamkeit unserern Geist immer mal wieder “von der Leine lassen” und einfach Tagträumen.

Aber um ein Ziel zu erreiche müssen wir manchmal einfach bei der Sache bleiben.

Stell Dir einen Marathonläufer vor, der zwischendruch immer mal wieder den Kurs wechselt, hier mal an einer Eisdiele halt macht, da mal kurz nach einer neuen Jeans schaut. Stehen seine Chancen gut den Marathonlauf zu vollenden? Nein, nicht sonderlich. Denn wenn er sich von jeder Ablenkung vom Kurs abbringen lässt, dann wird er sein Ziel nicht erreichen.

Das heißt nicht, dass man verbissen auf etwas hinarbeiten sollte. Entspannung ist wichtig. Freiraum ist auch wichtig, und sich Zeit zu nehmen einfach mal ganz ziellos ins Blaue zu gehen ist auch gut – so kann man Dinge entdecken, auf die man sonst nie kommen würde.

Aber die wenigsten menschen haben ein Problem damit sich umhertreiben zu lassen – das Problem ist für die meisten Menschen eher bei der Sache zu bleiben. Und das kann auf Dauer frustrierend sein, denn irgendwann blickt man zurück und fragt sich: “Was ist mit all der Zeit passiert?”

Meditation ist eine Jahrtausende alte Methode um zu lernen, besser mit Deinem eigenen Geist umzugehen. Und sie funktioniert auch heute noch.

Das heißt nicht, dass Du stundenlang wie ein Yogi im Schneidersitz meditieren solltest. Einfach mal 15 Minuten lang sich hinsetzen und den Geist leeren, und das regelmäßig wird schon dazu beitragen, dass Deine Gedanken nicht immer wieder mit Dir davonrennen, sondern dass langsam Ruhe in Dir einkehrt. Und dann ist es auch viel leichter bei der Sache zu bleiben.

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