Weltweite Militärausgaben auf Rekordhoch: Die Kosten des Krieges

08.06.2009

Mehr als eine Billionen Euro wurden letztes Jahr für’s Militär ausgegeben. Das sind pro Kopf ungefähr 154 Euro. Wenn man bedenkt, dass immernoch etwa zwei Milliarden Menschen von weniger als 2 Dollar am Tag leben, und die USA für mehr als 40% der weltweiten Militärausgaben verantwortlich sind, dann ist das ein trauriges Bild.

panzer

Denn mit dem Geld hätte man lauter tolle Dinge tun können.

Eine Billionen Euro würden ausreichen um keinen Menschen – ob Kind oder Erwachsenen – mehr hungern zu lassen. Malaria effektiv zu bekämpfen. Ganze Länder aus der Armut zu befreien. Schulen zu bauen (und gute Lehrer einzustellen). Und, und, und…

(Und auch die Deutschen rüsten wieder kräftig und sind ganz vorne mit dabei – auf Platz 6).

Darüber streitet kaum noch jemand – dass das viele Geld, dass zu Zerstörungszwecken eingesetzt wird auch zu “guten Dingen” hätte eingesetzt werden können.

Dein Krieg

Aber was ist mit den “kleinen Kriegen”, die wir in unserem eigenen Leben führen?

Den “kleinen Kriegen” am Arbeitsplatz, in der Schule, in der Beziehung, mit Familie und Freunden?

Oftmals schau ich mir an, wie manch ein Päärchen miteinander umgeht und frage mich: Warum sind die überhaupt noch zusammen?

Wieviel kosten DICH diese Micro-Gefechte? Die meisten Menschen fühlen sich schlecht nach einem Streit. Sie sind emotional und geistig aufgewühlt und viel Energie ist sinnlos verpufft. Und wie hättest Du diese Energie ansonsten einsetzen können? (Ich habe in einem vorherigen Eintrag schon darüber geschrieben, dass die meisten Menschen “Opportunity-Cost” unterschätzen).

Das heißt nicht, dass man Konflikten aus dem Weg gehen sollte – im Gegenteil, wo Probleme sind, da sollte man aktiv werden und sie lösen. Die Frage ist nur: auf welche Art (und um welchen Preis) geht man den Konflikt an? Und welches Ziel strebt man an: will man den Konflikt gewinnen oder will man ihn lösen?

Gewinnen oder lösen?

Allein wenn Du Dir diese Frage im richtigen Moment stellst, kann das eine unnötig eskalierende Situation in ein produktives Gespräch verwandeln, aus dem ihr beide als Gewinner hervorgeht: weil Du Dich entschieden hast zu lösen, statt zu gewinnen.

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