Kiezdeutscheln

08.06.2009

Sprache ist lebendiger und formbarer, als viele Menschen das gerne hätten.

Besonders jene, die mit Mühe die “korrekte Sprache” gelernt haben, halten gerne an dem fest, was in ihrem Kopf ist. In jeder neuen Wortschöpfung sehen sie den Beginn des Verfalls der deutschen Kultur.

Dabei ist Sprache im Wandel ganz schön spannend – denn neue Sprachformen setzen sich immer nur dann durch, wenn sie etwas besser ausdrücken können. Und das ändert sich natürlich mit Generation, Herkunft und Befindlichkeit.

Vor kurzem habe ich bei Dori gelernt was ein Kröbel ist.

Und heute habe ich über die Professorin Heike Wiese gelesen, die Kiezdeutsch erforscht.

Anstatt sich über die neuen Sprachformen zu ereifern – warum nicht einmal den Versuch unternehmen sie kennenzulernen? Das ist in der Tat fast wie eine neue Sprache kennenlernen – eine tolle Übung, den Geist fit zu halten, viel besser als Gehirnjogging.

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