richtig bewegen

Richtig bewegen

28.01.2010

Viele Menschen bewegen sich falsch und leiden deshalb unter Rückenschmerzen und Gelenkbeschwerden. Oft sind es falsch angewöhnte Bewegungsmuster nach einer Verletzung, wenn man bestimmte Bewegungen vermieden hat, die sonst schmerzhaft gewesen wären. Diese “umgelernten” und oft eingeschränkten Bewegungen bleiben dann als Gewohnheit weiterbestehen, auch wenn die ursprüngliche Verletzung schon längst verschwunden ist.

Moshe Feldenkrais hat sich vor vielen Jahren damit beschäftigt, wie wir uns bewegen. “Richtig” bewegen heißt nicht so sehr, dass man sich auf eine ganz bestimmte, festgelegte Weise bewegt, sondern vielmehr, dass man sich so bewegt, wie es dem eigenen Körper am besten angemessen ist, und wie man dies mit dem geringsten Energieaufwand tut.

Mit dem Gefühl meditieren

Es ist eine schöne kinesthetische Meditation einfach im Alltag immer wieder einige Augenblicke ganz bewusst darauf zu achten, wie Du Dich bewegst, welche Muskeln in einen Bewegungsablauf involviert sind, wann sie anspannen und wann sie sich entspannen, und in welchem Grad. Und Du kannst auch ausprobieren, wenn Du einzelne Elemente änderst.

Ich selbst stelle oft fest, dass ich in meinen Bewegungen oft viel mehr Muskeln einsetze, als eigentlich nötig sind, und die Muskeln eigentlich schon viel früher wieder entspannen könnte. So wird der Muskel, der in eine Bewegung involviert ist oft zu einem Hindernis, statt zu einem Helfer. Wenn Du so etwas erkennst, ist es dann ganz einfach diesen Muskel loszulassen und die Bewegung ohne ihn auszuführen, und oft ist das dann viel entspannter und leichter – und noch dazu verändert sich dadurch auch etwas in Deiner (emotionalen) Gefühlswelt.

Eine neue Studie der Sahlgrenska Academy von der Universität Göteburg aus Schweden hat nun auch gezeigt, dass zu lernen, auf seinen Körper wieder besser zu “hören” und mehr Vertrauen in den eigenen Körper zu haben (das sind Fähigkeiten, die sich trainieren lassen), auch dazu beitragen kann Rückenschmerzen zu lindern. Mein Eindruck ist jedoch, dass es vor allem eine ganz andere Art von Energie freisetzt, die sonst in ineffiziente Muskelbewegungen investiert bleibt, und sich auch auf das emotionale Wohlbefinden stark auswirkt. Früher als ich noch als Masseur gearbeitet habe, habe ich gelegentlich mit Klienten einige Übungen durchgeführt, um solche eingefahrenen Bewegungsmuster aufzulösen – und oft berichteten sie von einem ganz anderen, angenehmen Körpergefühl, dass sich eben auch auf ihre Gedanken- und Gefühlswelt ausweitete.

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