5 vor 12

27.11.2009

Es gibt eine ganze Menge an Gründen weshalb die Welt vor dem Aus steht. (Jeder der ab und zu eine Zeitung liest oder Nachrichten guckt wird sich zumindest im Hinterkopf schonmal insgeheim gefragt haben, wie viel Zeit uns noch bleibt zwischen Atombomben, Umweltkatastrophen, Klimawandel und Terrorismus).

Und in der Tat stehen wir heute “Herausforderungen” gegenüber, wie die Menschheit sie noch nie vorher gekannt hat.

Aber das ist auch nichts Neues. Im Grunde genommen war es schon immer so, nur dass es heute viel schneller passiert weil “der Fortschritt” sich in den letzten Jahrzehnten so stark beschleunigt hat.

Eines der bedrohlichsten Probleme unserer Zeit ist wohl, dass wir Menschen immer mehr Energie verbrauchen – und die Vorräte der Erde rapide dezimieren. So mancher denkt da an Endzeitszenarien.

Aber die Menschheit hat schon oft um 5 vor 12 noch das Ruder rumgerissen und einen Weg gefunden. (So wie in der Schule die meisten erst in der Nacht vor einer Mathearbeit anfangen zu büffeln und damit gerade noch so durchkommen).

Gerade habe ich über Neal R. Armstrong gelesen, der zusammen mit anderen Wissenschaftlern an dünnen, flexiblen, organischen Solarzellen arbeitet, die eines Tages zum Beispiel auch in Kleidung eingearbeitet werden könnte, um zum Beispiel Handy’s, MP3 Player und all die anderen elektronischen Geräte, die wir so mit uns rumtragen aufzuladen.

(Die meisten Menschen denken beim Energieproblem nur an Autos und Flugzeuge – aber all die kleinen Gerätschaften, die wir im Alltag nutzen verbrauchen viel mehr Energie, als man allgemein annimmt. Den Lithium-Ion Akku eines typischen Handys aufzuladen, hat ungefähr die gleichen Umweltkosten wie ein Viertel Kilo Kohle zu verbrennen, sagt Armstrong.)

Flexible Solarzellen werden sicher nicht die Welt retten – aber sie zeigen doch, dass all die Probleme und Gefahren, mit denen wir zu kämpfen haben oft dazu führen, dass wir neue Lösungen finden, und nicht, dass die Welt vor dem Untergang steht.

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