Schuldzuweisungen

23.11.2009

Es ist immer leicht jemand anderem die Schuld für einen Fehler in die Schuhe zu schieben. Wenn etwas schief läuft und wir mit dem Finger auf jemand anderen zeigen, dann ist unser Ego schon ein Stück weit geschützt vor einem schmerzhaften Kratzer.

Ganz egal, ob wir selbst Schuld sind oder nicht – Schuldzuweisungen führen meist zu nichts Gutem.

Eine neue Studie der Stanford Universität hat gezeigt, dass Schuldzuweisungen “ansteckend” sind. Wenn Du in einem Umfeld lebst, in dem andere sich oft gegenseitig den schwarzen Peter zuschieben, dann erhöht dass die Wahrscheinlichkeit, dass auch Du eher dazu neigst – es sei denn, Du triffst die bewusste Entscheidung, selbst Verantwortung zu übernehmen.

Je mehr Schuldzuweisungen es in Deinem Umfeld gibt, desto mehr wird sich alles darum drehen das eigene Ego zu schützen, anstatt darum Spaß zu haben, neue Dinge zu probieren, auch mal etwas zu riskieren. Denn Schuldzuweisungen verbreiten Angst, der nächste zu sein, auf dem mit dem Finger gezeigt wird.

Aber wenn Du anderen die Schuld für Misstände gibst, dann machst Du dich selbst damit ein Stück weit ohnmächtig. Du kannst Deinem Chef die Schuld dafür geben, dass Du nicht vorankommst. Deinem Partner die Schuld dafür, dass Du Deinem Hobby nicht nachkommen kannst. Deinen Eltern die Schuld dafür, dass Du so verkorkst bist. Den Politikern die Schuld dafür, dass Du nicht genug Geld hast. Den Ärzten, dass Du nicht gesund bist. Den Lehrern, dass Du nicht gut genug lernst.

Aber letzten Endes hast Du es alles selbst in der Hand. Solange Du anderen dafür die Schuld zuweist, verleihst Du ihnen damit jedoch eine Kraft, die eigentlich Dir gehört.

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