Abgelehnter Heiratsanwerber

08.06.2009

Ein verschmähter Neuseeländer hat vor kurzem angekündigt, dass er den 2200 Euro teurer Diamant-Ring, den er der Dame seines Herzens gekauft hatte, zum Ziel einer Twitter-Schatzsuche macht.

Weil er den Ring in Hongkong gekauft hat und ihn nicht umtauschen kann – und nicht verkaufen oder aufheben mag – ist er auf die Idee mit der Schatzsuche gekommen.

2200 Euro Verlobungsring verschenken? An einen Fremden?

2200 Euro Verlobungsring verschenken? An einen Fremden?

Er hat gehofft, dass jemand den Ring findet, der damit mehr Glück haben wird als er selbst. Über twitter hat Anthony Gardiner (so heißt der Verschmähte) kryptische Hinweise auf das Versteck des Ringes veröffentlich. Gestern hat dann einer der Schatzsuchenden den Ring gefunden.

Das ist einerseits natürlich eine tolle Story an sich – aber gleichzeitig auch eine Lektion. Zwei Lektionen sogar:

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Für die meisten Menschen wäre es ein Anlass zu allerlei schlechten Gefühlen (und schlechten Entscheidungen) verschmäht zu werden. Aber Anthony Gardiner hat ein sehr cooles Erlebnis draus gemacht, für sich selbst und andere. Ja, er hat viel Geld in den Ring investiert, und nicht das erhofft, was er bekommen hat.

Und manchmal, da investierst Du vielleicht Geld, Zeit oder Energie in etwas – und es läuft nicht so wie Du es wolltest.

Schmeißt Du dann wütend alles hin? Oder ziehst bedrückt von dannen? Oder findest Du einen Weg wie Du all das, was Du investiert hast, doch noch für etwas Tolles einsetzen kannst und das ganze in eine positive Erfahrung verwandelst.

Und die 2. Lektion:

Eine gute Geschichte geht um die Welt

Anthony Gardiner’s Geschichte ist um die ganze Welt gegangen. Wenn Du eine Botschaft hast, die Du den Leuten mitteilen möchtest – wenn es ein Anliegen gibt, dass Dir am Herzen liegt, wenn Du Aufmerksamkeit für ein Problem (oder eine mögliche Lösung) schaffen willst, dann könntest Du so ein Ereignis inszinieren. Du musst dafür keinen 2200 Euro Ring kaufen. Es ist die Idee, die zählt. (Und wenn man bedenkt, wieviel Aufmerksamkeit diese Geschichte bekommen hat – mit einer klassischen “Werbekampagne” hätte er das mit 2200 Euro nie erreicht).

Egal was es ist – wenn Du jemanden suchst, der ein bisschen Zeit mit Deiner Großmutter verbringt, weil Du selbst dazu nicht imstande bist – dann wenn Du genug Menschen davon erzählst, werden sich welche finden, die gerne helfen.

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