Schlechte Leute, schlechte Laune

06.06.2009

Wenn Du Dich mit guten Leuten umgibst, dann wird es Dir gut gehen. Mit “guten Leuten” meine ich vor allem Leute, die eine positive Einstellung zum Leben haben.

Viele Leute setzen sich selbst beständig Menschen aus, die nörgeln, miesmachen, schwarzsehen und den Teufel an die Wand malen, jammern und klagen. An allem etwas auszusetzen, nichts ist gut genug, und wenn mal etwas gut genug ist, dann muss was faul dran sein.

miesmacherSolche Leute fallen für mich in die Kategorie der Umweltgifte. Ich kann nicht sagen, dass ich lieber in einem Asbest verseuchten Haus leben würde als mit Miesmachern, aber ich glaube der Unterschied zwischen diesen beiden Einflüssen auf das Leben ist vergleichbar.

Doch was kannst Du tun wenn es in Deinem Familien und Freundeskreis Leute gibt, die so drauf sind? Nun, manchmal ist es Zeit zu gehen, alte Freundschaften aufzugeben, wenn es nicht mehr passt. Und Familie?

Mit Familie ist es etwas anderes. Ich glaube, dass Familienbande eine wichtige Quelle der Kraft im Leben sein können – auch dann, wenn man in eine schräge Familie reingeboren wurde. Was also tun, um sich von von negativen Einstellungen “vergiften” zu lassen?

Im ersten Schritt: erkennen, dass die Miesmacherei überhaupt nichts mit Dir zu tun hat, sondern deren Problem ist.

Im zweiten Schritt: Du kannst in Deiner Vorstellung einen lustigen Zeichentrickfilm daraus machen. Es gibt genügend Zeichentrickcharaktere, die den chronischen Schwarzseher verkörpern, und Cartoonisten (nennt man die so? Leute die Cartoons zeichnen) nutzen diese Eigenschaft und machen etwas Lustiges draus. Du kannst Dich also im Kopf darüber lustig machen, wie sehr diese Leute alles runterziehen, und das ganze in einen Kinofilm verwandeln.

Besonders wenn Du die Miesmacher in Deiner Vorstellung so lächerlich machst, dass Du sie nicht mehr ernst nehmen kannst – indem Du ihnen (im Geiste) eine extrem hohe Stimme gibst, oder ihnen komische Kleider anziehst… dann haben ihre negativen verbalen Giftpfeile keine Macht mehr über Dich.

Das heißt nicht, dass Du sie auslachen solltest, oder ihre Gefühle verletzen – von außen kannst Du freundlich lächelnd als die Ruhe selbst erscheinen. Innerlich lachst Du Dir jedoch ins Fäustchen.

Manchem mag das als unrecht erscheinen: sich heimlich über die Leute lustig machen, sie nicht ernst nehmen.

Aber vergleich es mit den Alternativen:

  1. den Kontakt ganz meiden.
    Damit tust Du den Leuten auch keinen Gefallen, denn vielleicht bist Du der einzige Lichtblick, der einzige positiv eingestellte Mensch in Ihrer Umgebung (und insgeheim mögen sie das, weil es ihnen Kraft und Freude gibt – auch wenn sie das nie zugeben würden)
  2. vergeblich versuchen sie in positive Menschen zu verwandeln.
    Ja, man kann einen Miesmacher helfen zu einer positiven Einstellung zu gelangen. Aber das kostet enorm viel Kraft, vor allem weil die meisten Miesmacher garnichts mit diesem “positiv denken Firlefanz” zu tun haben wollen und sich lieber in Sorgen, Abscheu, Wut und anderen niederen Gefühlen suhlen.
  3. Dich vergiften lassen
    Wenn Du ihnen auf “normale Weise” zuhörst, dann ist das so, wie ein bisschen Arsen in Dein Trinkwasser zu kippen. Es bringt Dich nicht um – aber gut tut es Dir nicht. Dir stehen kraftkostende Diskussionen, niederschmetternde Kommentare und unfaire Seitenhiebe bevor – und manchmal wirst Du vielleicht so “in die Ecke gedrängt” werden, dass Du “zurückschlagen” willst – und dann Selbst MMM praktizierst (MMM=MiesMacherMethoden).

Sicher – die Satire-Strategie ist nur eine von mehreren Möglichkeiten mit negativen Menschen umzugehen, nicht die Einzige, aber weil es meist die leichteste und einfachste Art ist, kannst Du sie ganz leicht das nächste mal ausprobieren, wenn Du es mit einem Miesmacher zu tun hast.

Es ist wichtig, dass Du Dich mit positiven Menschen umgibst – und dann selbst einer bist! Nutze positive Menschen nicht, um Dich über die Nörgler und Querulanten in Deinem Leben zu beklagen – sonst bist DU der Miesmacher. Stattdessen mach etwas Konstruktives. Hilf ihnen, mach ihnen eine Freude, unternehmt was Tolles zusammen, tauscht gute Geschichten aus…

positivemenschen

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gabaretha June 7, 2009 at 01:11

Lieber Ramin,

ich habe viele Jahre dafür gebraucht, um zu erkennen, dass ich für alles was ich denke, tu und erlebe selbst verantwortlich bin und auch die Konsequenz dafür tragen darf (muss).
Diese Erkenntnis fehlt sehr häufig den Menschen, die nörgeln oder eine negative Einstellung zum Leben pflegen.
Aus diesem Verständnis, gelingt es mir Kraft und Energie zu schöpfen, die mich gegen Nörgeleien und Schwarzmalerei quasi “immun” macht.

Anfangs dachte ich, ich müsse allen Menschen sagen oder zeigen, wie schön und angenehm das Leben durch das Übernehmen der eigenen Verantwortung ist. Mittlerweile habe ich begriffen, dass jeder Mensch das gleiche Recht wie ich hat – und ebenfalls frei über seine Gedanken, Worte und Handlungen entscheiden darf.

Durch diese Erfahrung gelingt es mir immer besser und besser, Menschen in mein Leben anzuziehen, die ebenso die Verantwortung für ihre Gedanken, Handlungen und Worte übernehmen wollen und das Beste aus ihrem Leben machen.

Für alle die ihr Leben freiwillig in der “Nörgelecke” verbringen hab ich tiefes Mitgefühl und schicke Licht und Liebe aus meinem Inneren.

Ich wünsche Dir viele sonnige Menschen in Deiner Nähe und viel Kraft gegen alle nörglerischen “Angriffe”,

liebe Grüße aus dem Isartal,
besser und besser,
Gaba

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DasDu June 7, 2009 at 07:31

Hallo Gaba,

danke für Deinen Kommentar und die hilfreichen Tipps. Besonders gut gefällt mir die Klarheit, mit der Du es zum Ausdruck gebracht hast: anzuerkennen, dass jeder Mensch das Recht hat, über seine Gedanken, Worte und Handlungen frei zu entscheiden.

Denn den Drang zum Missionieren (“aber schau doch, wie toll es sein kann”), den hab ich auch lang verspuert und viel Zeit und Energie in den Versuch investiert Leute von negativ auf positiv umzupolen.

Vielen Dank, dass Du Deine Einsichten hier teilst.

Viele Grüße,
Ramin

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