Angst

Angst überwinden: Statistik, Vertrauen & Mutmuskel-Training

25.10.2009

In der Zeit gab es gerade einen Artikel über die Angst. Dort wird zum Beispiel dazu geraten, sich durch eine bessere Kenntnis von Statistik gegen kollektive Angstwellen zu schützen.

(Mit kollektiven Angstwellen sind solche Ängste gemeint wie: Angst vor Terrorismus, BSE, Schweinegrippe, usw.)

Sicher kann es hilfreich sein, ein besseres Verständnis von Statistik zu haben – aber Angst ist ein Gefühl. Und Gefühle lassen sich nicht immer durch Kopflogik verändern. Stattdessen kannst Du ganz bewusst “Vertrauen üben”, und Deine Mutmuskeln trainieren.

Vertrauen üben

Denk einfach an Menschen, denen Du vertraust. Denk an Dinge, an die Du glaubst, und deren Du Dir sicher bist, und die in Dir das Gefühl des Vertrauens auslösen. Du kannst auch kleine Vertrauens-Meditationen machen, in denen Du Dich einfach nur im Gefühl des Vertrauens sonnst.

Mutmuskeln trainieren

Mutmuskeln trainierst Du, indem Du Deine Ängste konfrontierst. Und das geht auch in vielen kleinen Schritten. Tue Dinge, vor denen Du Angst hast. Tue Neues.

Jeder von uns hat einen Teil, der das bewahren will, was wir schon haben. Sicherheit. Das ist unser eigenes, psychologisches Innenministerium. Wer riskiert schon gerne die schönen Dinge im Leben? Schließlich könnte man sie dabei auch verlieren.

Das Leben ist in ständigem Fluss. Wenn wir Sicherheit wollen, dann ist das, als ob wir das Wasser des Flusses einfrieren wollen. Eingefroren bleibt es wie es ist – nichts geht verloren. Es ist starr, und wir können seinen Zustand kontrollieren.

Gibt es Bereiche in Deinem Leben, in denen Du sehr konkrete Vorstellungen hast, wie die Dinge sein sollten? “So muss man das machen, so und nicht anders”. “Das kann man doch nicht tun!” usw.

Das könnten Zeichen sein, dass Du hier versuchst einen Fluss einzufrieren. Und dann ist es umso wichtiger, dass Du Deine Mutmuskulatur spielen lässt. Denn von nichts kommt nichts – wenn Du nicht immer wieder Deine Ängste konfrontierst und loslässt, dann setzt Du irgendwann geistigen “Sicherheitsspeck” an. (So wie jemand, der körperlich träge ist).

Foto: Samantha Villagran

{ 0 comments… add one now }

Leave a Comment

Previous post:

Next post: